Donnerstag, 7. September 2017

FINISSAGE

Am letzten Sonntag ist nun die Ausstellung von Akos Jost mit einem kleinen Fest zur Finissage zu Ende gegangen.
Es war eine viel besuchte Ausstellung und intensive Zeit mit dieser Bilderwelt  der Entdeckungen ,der guten Gesprächen,einer würdigen Rezension und einigen Verkäufen.
Im Künstlergespräch bei der Finissage erfuhr man noch interessante Aspekte zum Leben und Arbeiten von Akos Jost und es war ein fröhliches und sehr persönliches Ausklingen dieser Exposition.
Nun sind die Wände im Haus wieder leer. Das ist immer ein seltsamer Zwischenstand,wie in der Schwebe und alles wartet gespannt auf Neues.
Sie sind schon da,die neuen Bilder. Noch eingepackt und an die Wände gelehnt,warten sie auf ihren grossen Auftritt. Der wird am 24.September sein.

ATELIERBESUCH

Nun sind es schon wieder zwei Wochen her,dass wir auf unserer Reise in den Norden des Landes Martin Mindermann besucht haben,der seit Jahren zum festen Kreis meiner Künstler gehört. Er wohnt in der Nähe des Künstlerdorfes  Worpswede und Bremen,in einem alten,bäuerlichen Anwesen.
Dort hat er sein grosses Atelier,indem seine unverwechselbaren Keramiken in der Rakutechnik entstehen,Gefäße von Schönheit und edlem Aussehen. Er hat diese Technik zur Perfektion entwickelt und seine Arbeiten werden auch international geschätzt und mit Preisen bedacht .
Es ist immer spannend,Künstler am Ort des Entstehens ihrer Kunst zu besuchen. Das ist ganz anders,als wenn die Werke in der Ausstellung im Galerieraum sind.
Hier,wie bei Martin Mindermann,erfährt man viel Persönliches ,erlebt das Umfeld und das Ambiente des Ortes und versteht so mehr vom Künstler und erfährt oft einen neuen Zugang zu seinen Arbeiten.

Freitag, 4. August 2017

SONNE, SOMMER, FESTE




Nun ist er da der grosse Sommer, mit riesigen Wolkenbildern,goldenen Kornfeldern,schwülen Tagen und Regengüssen, mit sanften Abenden und hohen Sternenhimmeln.
Überall in den Gärten reift das Obst und Gemüse. Am frischen Morgen  trifft man sich auf dem Weg zum Bäcker und hört am Abend Stimmengemurmel  und Lachen der Nachbarn,manchmal Gesang und Musik, sitzt bei Kerzenschein mit Freunden unterm Blätterdach und der Nachtwind singt das Lied des Sommers.
In die Galerie kommen weniger Besucher. Es ist Ferienzeit. Dennoch gibt es kleine Feste und ich koche und backe mit  Freuden  köstliche Gerichte aus dem Füllhorn des Sommers.


TOMATENBUTTER

Ein Stück weiche Butter
Eine Handvoll getrocknete Tomaten in Kräutern und Öl
Eine Knoblauchzehe gequetscht oder fein geschnitten
Eine handvoll grob gehackte,gesalzene Erdnüsse oder Walnüsse
Frischer Zitronensaft nach Gefühl
Grobes Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer.
Das Rezept kann man auch nur mit Gartenkräutern oder Wildkräutern wie Vogelmiere,Sauerampfer,Gundermann und jungem Giersch machen,oder sich auf ein Kraut konzentrieren. 
Schmeckt sehr gut nur mit Estragon oder Basilikum.



BLUMENKOHL SALAT

Einen Blumenkohl in Röschen teilen und im kochenden,gesalzenem Wasser zehn Minuten leise köcheln.
Herausnehmen und abkühlen lassen.
Verschiedene Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Basilikum kleingeschnitten dazugeben.
Etwas frischen Limettensaft,Salz,frisch gemahlenen Pfeffer,
Ein Löffel Mayonnaise und einen Löffel
Joghurt dazu .
Und als Krönung einen Löffel bestes Olivenöl.
Ich nehme dafür immer das köstliche Öl unseres Freundes aus dem Nachbarort,der in seinem kleinen Hofladen dieses goldene Wunder verkauft.(www.wareli.de)
Dann alles vorsichtig vermischen und etwas ziehen lassen.
Dieser Salat schmeckt sehr gut an einem Grillabend,oder als leichte Mahlzeit überhaupt. Dann kann man ihn noch mit Nüssen ergänzen und dazu ein knuspriges Brot mit Seranoschinken essen.


HERZHAFTE KARTOFFELTALER

Kartoffeln mit Schale zwanzig Minuten leise köcheln. Man kann dazu alle Sorten nehmen,auch die  ersten Frühkartoffeln.
Schälen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken.
Ausdampfen lassen.
Dann ein Ei,drei Esslöffel Kartoffelmehl,drei Löffel Magerquark,Zitronenabrieb nach Gefühl,Salz und Pfeffer dazu und dann verschiedene Kräuter fein geschnitten.
Alles vorsichtig vermengen.
Butterschmalz in eine beschichtete Pfanne geben
und aus dem Teig ,ähnlich wie Buletten,Keulchen formen.
  Diese auf jeder Seite zwei Minuten bei höherer Temperatur anbraten,dann bei gedrosselter noch fünf Minuten auf jeder Seite.
Nun kann man die Taler als Hauptgericht mit Salat und einem Limettenjoghurt essen,
oder zur Ratatouille.
Sie eignen sich auch als Beilage zu fast jedem Fleischgericht, oder kalt als kleine Zwischenmahlzeit.
Ich persönlich mag die kleinen Alleskönner sehr.

GRFÜLLTE  SOMMERPAPRIKA UND TOMATEN

 Jetzt gibt es die herrlich schmeckenden  reifen Paprikas und Tomaten vom Gärtner,oder aus dem eigenen Anbau.
Manchmal kommen deshalb Galeriebesucher,die vorher angerufen haben,um nach dem Bilderrundgang in Haus und Garten,
dieses Gericht aus Paprika und Tomaten mit frischen Gartenkräutern und leckerem Kartoffelbrei bei Brunnengeplätscher
und Gesprächen über Kunst  zu genießen.:

Mehrere Paprika und Fleischtomaten aushöhlen,vorher den Deckel abschneiden,
Entsprechend viel Rinderhack(bei sechs Paprikas und vier Fleischtomaten nehme ich ein Kilo)
Mit Kräurersalz(Bioladen),Pfeffer,frischem Majoran,Thymian,Salbei,Rosmarin und Taibasilikum,alles nach Gefühl,mischen.
Dann eine Packung Schafskäse,einen Esslöffel Soyja oder Worcestersosse dazu, etwas Zitronenabrieb,eine kleingeschnitte Zwiebel und Knoblauch mit zwei Esslöffeln Olivenöl darunter mischen.
Das ganze eine halbe Stunde ruhen lassen.
Dann die Masse in die Paprikas und Tomaten füllen,
Deckel darauf und in einen Bräter nebeneinander stellen.
In einem Gefäß oder Topf ein Glas Gemüsebrühe,ein Glas trockenen Rotwein und 200g Schlagsahne vermischen,.zwei große Löffel Ayvar (ich nehme das schärfere) darunter rühren,eine kleine Dose gestückelte Tomaten dazu,mit Salz,Pfeffer und Zucker abschmecken,
über die gefüllten Gemüse gießen
und im Ofen auf der mittleren Schiene bei 180Grad eine und eine halbe Stunde garen.
In der Zeit Kartoffeln schälen und weich kochen,
In einem Topf Milch und Butter erhitzen,
Kartoffeln stampfen und mit der Buttermilch und etwas frischen Liebstöckel verbinden.
Fertig!
Das hört sich aufwendig an,ist es aber nicht wenn man sich vorher alle Zutaten zusammenstellt.



Freitag, 14. Juli 2017

MALKURS

Zu seiner Ausstellung,die nun bis Anfang September hier im Refugium zu sehen ist,hat der Künstler seine Kursteilnehmer eingeladen.
An diesem besonderen Tag für sie hat er sind sie alle hierher ins Refugium gekommen,und Akos Jost ist mit ihnen durch die Ausstellungsräume gewandert,hat Fragen beantwortet und seinen künstlerischen Werdegang beschrieben. Manche haben da sehr gestaunt,wie breit die gestalterische Kraft von Akos Jost angelegt ist. Viele kannten ihn bisher nur als ihren fachkundigen und sensiblen Lehrer,der sie in die Welt und Gesetze der Malerei nun schon über Jahre begleitet.
Danach gab es ein gesprächintensives Kaffeetrinken . Zum Zeichnen und Malen mit Motiven aus Haus und Garten hatten alle dann die nötige Muse.
Es war für alle Beteiligten ein erfülltes Erlebnis und ich als Galeristin staune immer wieder,mit welcher Intensität und Freude Menschen der Kunst begegnen,im Machen und Betrachten gleichermaßen.

Montag, 26. Juni 2017

NACHBARSCHAFTSFRÜHSTÜCK

Das ist eine schöne Sache. Wir Frauen,die umeinander wohnen,treffen uns seit ein paar Monaten regelmäßig zum frühstücken,immer der Reihe nach.  Diesmal  fand es bei mir statt,an einem herrlichen Sommermorgen.
Wir kennen uns alle seit Jahren,helfen uns aus mit vergessenen Einkäufen wie Eiern,Zwiebeln oder Brot,sitzen mit den Männern in den Gärten um Grill und Feuer,borgen einander Geräte für Haus und Hof und tauschen alte und neue Geschichten über das Dorf und die Leute aus.
So ist das eben im ländlichen Umfeld der Stadt und gerade deshalb leben wir hier ,weil es persönlich ist,direkt und unverstellt.
Dem entspricht auch das Galeriekonzept.
Und so bin ich an diesem Vormittag mit den Frauen,nach dem  Austausch über Lebenshaltungen und gelesene Bücher ,durch die Räume der jetzigen Ausstellung spaziert,habe Fragen zur Kunst und dem Künstler beantwortet und diesen anregenden Vormittag voller Freude erlebt.
 

Sonntag, 25. Juni 2017

HIDDENSEE

Diese Insel ist seit meiner Kindheit Kraftort und Zauberort in einem ,hat mich inspiriert in allen bisherigen Lebensphasen und ist Teil meines Wesens geworden.
Wer dorthin kommt,betritt die Ufer des Landes Anderswo,lässt allen Lärm und Forderungen des Alltags hinter sich und kehrt zum Eigentlichen,zur fast oft verlorenen inneren Stimme zurück. Auf der Insel ticken die Uhren anders.Man lebt wie aus der Zeit gefallen.
Die leuchtenden Wiesen im Frühjahr mit diesem Wildrosenduft und den steigenden Lerchengesang,die Klarheit und Weite des Himmels über dem magischen Wellenmeer, die brausenden Herbststürme und Wildvogelzüge,
all das schenkt die Insel denen,die sehen können und wach sind im Erleben.
Ich selbst bin viermal im Jahr auf Hiddensee. Es ist wie eine Droge,ein Sehnsuchtsort , der immer nach mir ruft und den ich brauche,um ganz zu bleiben .
So haben wir uns dort eine kleine Wohnung eingerichtet,zum Wohlfühlen und als ob man nach Hause kommt. Schöne Dinge wie Kunst an den Wänden,gute Bücher und schönes Geschirr sollen den Gast in seinem Urlaub begleiten. So ist  die Wohnung auch ein kleines Refugium,das Kind der großen Galerie hier.
Viele Gäste waren schon in dieser Ferienwohnung und haben sich angekommen gefühlt.(www.hiddensee-refugium.de)

Ich selbst war im Mai auf der Insel,mitten im Aufbruch des Jahres,mitten im Anbeginn.
DIE NACHTIGALL

Königstage.
Stolz trägt die Insel
Ihr Diadem
Aus Purpurflieder
Und Ginstergold.
Gleisendes Licht
Aus dem tiefen Grunde
Des Meeres
Rollt über Dünen ins Himmelblau.
In der Nacht
Flüstert der Mond
Silberne Worte
Aus Maientraum.
Die uralte Sehnsucht
Der Dinge
Erwacht
Mit ihrem Gesang.
Glasklar
Trifft jeder Ton
Mitten ins Herz
Dorthin
Wo alles beginnt.
Das ist
Die schwebende Stunde
Der Nachtigall.